May 2, 2011
Briefwahl soll ab 2012 um Urnen ergänzt werden
Der Dachauer Jugendrat will die Dachauer Jugend zur nächsten
Jugendratswahl im März 2012 an die Wahlurnen holen. In einem Antrag an den
Stadtrat, den das Gremium im April mit großer Mehrheit beschlossen hat, fordern
die Jugendvertreter die Erweiterung des bisherigen Wahlverfahrens. Bislang wird
der Jugendrat alle zwei Jahre per Briefwahl von den Jugendlichen im Alter
zwischen 14 und 21 Jahren gewählt. Konkret wünscht sich der Jugendrat, dass in
den weiterführenden Schulen in der Stadt und den beiden Jugendzentren während
der dreiwöchigen Wahlfrist Urnen aufgestellt werden, wo die Schüler ihre
Stimmzettel zusätzlich zu den gelben Postbriefkästen einwerfen können. Dieser
wird ihnen wie bisher per Post persönlich zugeschickt, um die Wahlsicherheit zu
gewährleisten. „Wenn die Jugendlichen nicht zum Briefkasten gehen, kommt die
Urne zu ihnen“, sagt Jugendratssprecher Sebastian Leiß. Durch die Maßnahme soll
die Wahlbeteiligung gesteigert werden, aber auch die Aufmerksamkeit auf die
demokratische Wahl. Schulen und Jugendzentren seien als Standorte für die Urnen
besonders geeignet, da sich dort viele Jugendliche aufhielten.
Die Jugendräte sehen die kommende Wahl mit Urnen vor allem als Test, ob die Aufstellung der Urnen tatsächlich Wirkung zeigt – denn es gibt auch kritische Stimmen zur Idee. Gerade deshalb hofft der Jugendrat auf Unterstützung im Stadtrat. Der Aufwand sei für einen Versuch überschaubar, betont das Jugendgremium. Denn im Gespräch waren auch andere Maßnahmen, wie etwa die Etablierung einer Online-Abstimmung mit PIN-TAN-Verfahren. Diese wurde aber aufgrund des hohen organisatorischen Aufwands und den Kosten verworfen.